Ayurvedische Psychologie, die Brücke zwischen Yoga und Ayurveda

Ayurvedische Psychologie, die Brücke zwischen Yoga und Ayurveda


Hinter jeder Psychologie steht eine Philosophie, ein Menschenbild, welches den psychologischen Theorien eine bestimmte Ausrichtung gibt.
Sagt beispielsweise die Philosophie: „Der Mensch ist im Grunde seines Wesens böse“, entsteht aus dieser grundlegenden Annahme eine völlig andere Psychologie, als wenn die Philosophie sagt: „Im Grunde seines Wesens ist der Mensch gut“:
Die Philosophie die hinter der ayurvedischen Psychologie steht, ist die vedische Philosophie. Das sind Elemente des Samkhia, der Vedanta und vor allem des Yoga, welche alle davon aus gehen, dass die Seele aller Lebewesen göttlich, vollkommen, unveränderbar und passiv sei. Dadurch sind auch alle Lebewesen in ihrer Göttlichkeit miteinander verbunden, da sie denselben Kern haben.
Beim Yoga geht es darum, durch Selbstverwirklichung den spirituellen Weg zu gehen. Ayurveda befasst sich mit der Gesundheit von Lebewesen aus einer ganzheitlichen Sicht, indem das feinstoffliche Zusammenspiel
 zwischen psychischem und physischem psychosomatischen Integration durch umfassende Gesundheitspflege, deren letztliche Ziele ebenfalls Spiritualität, Transzendenz und Selbsterkenntnis sind.
Ayurveda heilt Körper und Geist, Yoga setzt einen gesunden Körper und Geist voraus und strebt nach Selbstverwirklichung. Yoga ist also vor allem eine Wissenschaft der Selbstverwirklichung; Ayurveda der Selbstheilung.
Yoga und Ayurveda haben sich parallel zueinander entwickelt und einander über die vielen tausend Jahre hinweg gegenseitig beeinflusst.
Gemeinsam sind Yoga und Ayurveda eine vollständige Disziplin.

Wenn wir das alles berücksichtigen, stellen wir fest, dass die ayurvedische Psychologie die genaue Verbindungsstelle zwischen Yoga und Ayurveda ist.

SHAKTI-Diplomausbildung in Ayurvedisch-psychologischer Lebensberatung und Therapie

© Jean-Pierre Crittin

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Selbsterlaubnis zur Überwindung von Schüchternheit

Was ist der Körperdialog?