Über das Lernen

Warum tun wir uns mit dem Lernen so schwer? Weshalb will uns etwas einfach nicht in den Kopf hinein? Warum kann ich Gelerntes oft nicht mehr abrufen? Warum handle ich oft nicht so, wie ich es eigentlich müsste und wüsste?
Alle diese Fragen betreffen das Lernen, die Art und Weise, wie wir gelernt haben zu lernen und das Gelernte in unser Leben einzubauen. Vieles versuchen wir über unseren rational-sachlichen Verstand zu erfassen, vieles lernen wir einfach auswendig, weil es uns anders nicht in den Kopf hinein will. Dabei geht es Erwachsenen beim Lernen doch letztlich darum, dass sie ihre Persönlichkeit entwickeln, dass sie das in ihnen wohnende Potential entfalten, dass ihr Wachstum unterstützt wird und dass sie Erkenntnisse hinzu gewinnen, um ihre konkreten Schwierigkeiten und Probleme lösen zu können.
Seit Jahren vertrete ich eine eigene Ansicht über das Lernen,  die auch in der Praxis erprobt ist, sich bewährt hat und die ich u.a. in meinem Buch „Selbstbestimmt und erfolgreich Lernen“- situationsbasiertes Lehren und Lernen (Paul Haupt Verlag, 2004, Bern, Stuttgart, Wien) beschrieben habe. Es geht dabei darum, dass wir Ausbildungsmethoden anwenden, die es den Lernenden erlauben, sich erlebnisbezogen, ganz persönlich mit den Lerninhalten zu verbinden, über die Selbsterfahrung mit dem „Herzen“ zu lernen, damit die Inhalte zu einem Teil der Person werden.
Die Methoden dabei sind:

  1. Zirkuläres Lernen, bei welchem die grundsätzlichen Inhalte im Laufe einer Ausbildung wiederholt, in unterschiedlichen Zusammenhängen, zur Sprache kommen und dadurch ein umfassendes, zusammenhängendes, intuitives Wissen entsteht.
  2. Problemlösendes Lernen, bei welchem von tatsächlichen Problemen ausgegangen wird. Bei deren Lösung fliessen dann die Lerninhalte ein. So werden die Inhalte konkret vorstellbar.
  3. Selbsterfahrungslernen findet dann statt, wenn Kursteilnehmende von sich und ihren Schwierigkeiten aus gehen, konstruktives, ehrliches Feedback durch die anderen bekommen und aus dem Wissen, den Erfahrungen der anderen und der Kursleitung profitieren können. So verbinden sie sich mit den Lerninhalte; so spielt sich „Herzlernen“ ab.
Mit diesen modernen pädagogischen Erkenntnissen arbeiten wir in unseren SHAKTI-Kursen zur ayurvedischen Psychologie, seien es die Ausbildungen zur „Chakratherapeutin“, zur „Meditationslehrerin & Mentalcoach“ und vor allem in den neuen Kursen zur ayurvedischen Psychologie, der „SHAKTI – Schule des Lebens“.
Wir zielen darauf ab, dass sich die Teilnehmenden - in der Verbindung mit den Inhalten, im direkten Kontakt mit den übrigen Kursteilnehmenden und dem Kursleiter - besser kennen lernen und konkrete Erkenntnisse für sich gewinnen können.
Alle unsere Angebote dienen der Persönlichkeitsentwicklung und leisten u.a. einen gezielten Beitrag für die Bearbeitung eigener schwieriger Lebenssituationen, Problemen, Konflikten, Schwierigkeiten, wie beispielsweise depressive Tendenzen, Überforderung oder ganz konkreten Symptomen, wie Schlafstörungen, geistiger und körperlicher Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten w.s.w.
Gerade auch für Ausbildende, therapeutisch Tätige, Beratende, Coaches u.s.w. ist es unserer Ansicht nach unerlässlich, dass sie fähig sind, ihre eigenen Ungleichgewichte zu erkennen und auszugleichen, dass sie ihre Stärken und Schwächen kennen, damit sie bei ihrer Tätigkeit nicht in eigene Selbstverwirklichungsfallen hineintappen und so für ihre Lernenden und KlientInnen wenig hilfreich sind.


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